Vorsicht, Marder!

10. Mai 2017 - Marderschutz

So schützen Sie Ihr Auto

Wird es nachts dunkel und ruhig auf den Straßen, suchen sie sich ein warmes, geschütztes Plätzchen im Motorraum: Die Rede ist von Mardern. Gerne beschädigen die Raubtiere dabei mit ihren scharfen Zähnen Kühlwasser-Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Gummidichtungen. Hunderttausende Marderschäden müssen daher pro Jahr von den deutschen KFZ-Versicherern reguliert werden. Doch es gibt Mittel und Möglichkeiten, sein Auto gegen die bissigen Tiere zu schützen.

Tipps zur Marderabwehr

Marder sind das ganze Jahr über aktiv, besonders aber im Frühjahr zur Paarungszeit und im Herbst. Sollten Sie auf Ihrem Auto Marderspuren wie zum Beispiel Pfotenabdrücke, Kot oder aber auch erste Bissspuren an Kabeln und Schläuchen entdecken, kann zunächst eine fachgerechte Motorwäsche helfen. Denn auf die Duftmarken ihrer Artgenossen reagieren Marder mit Aggression und erhöhter Beißwut. Generell gilt: Sofern möglich, sollten Sie Ihr Fahrzeug in der Garage parken.

Marder aussperren

Damit die nachaktiven Tiere gar nicht erst zu den Kabeln und Schläuchen vordringen können, empfiehlt es sich den Motorraum dichtmachen zu lassen. Einige Hersteller bieten beim Neuwagenkauf eine Abschottung des Motorraumes gegen einen geringen Aufpreis an. In Anbetracht der meist hohen Schäden in Folge einer Marderattacke, kann diese Art des Marderschutzes eine sinnvolle Investition sein. Als günstigere, aber auch weniger praktikable Lösung, bietet sich der Einsatz von Mardergitter an: Einfach Kaninchendraht unterhalb der Motorhaube platzieren und den Marder mit dem wackligen Untergrund vergraulen.

Marder vertreiben 

Auch der Einsatz von Ultraschallgeräten kann zum Schutz des Autos vor Marderangriffen verwendet werden. Hochfrequente Töne, die vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden können, verjagen die Raubtiere dabei. Allerdings gewöhnen sich die Marder häufig an die hohen Töne, weswegen ein „Marderschreck“ zu empfehlen ist, der unterschiedliche Frequenzbereiche nutzt. 

Das hilft nicht 

Abzuraten ist von Hausmitteln wie Hundehaaren oder WC-Steinen, die vor oder unter dem Auto platziert werden. Auch im Einzelhandel erhältliche Duftstoffe, die die Tiere vertreiben oder vom Fahrzeug fernhalten sollen, erweisen sich oft als wirkungslos, da sich der Marder mit der Zeit an die fremden Gerüche gewöhnt. Für kurze Zeit möglicherweise hilfreich, aber anschließend müssen trotzdem Alternativen gefunden werden.