Was tun bei Schäden durch
Brandstiftung und Vandalismus

10. August 2017 - Brandstiftung am Auto

Wer kommt für den Schaden auf?

Wer beim Ausparken ein anderes Auto schrammt, weiß in den meisten Fällen, was als nächstes zu tun ist. Doch wie reagiert man, wenn das eigene Auto in Brand gesteckt wurde, die Scheibe eingeschlagen ist und die Aussichten, den Täter zu fassen, schlecht stehen? Und wer kommt in so einem Fall eigentlich für den Schaden auf?

Die Bilder aus Hamburg sind noch frisch in den Köpfen: ausgebrannte Autos, abgetretene Spiegel und eingeworfene Autofenster. Während des G20-Gipfels zogen Randalierer durch die Stadt und hinterließen sichtbare Spuren an vielen Fahrzeugen. Aber was passiert, wenn man feststellt, dass das eigene Auto Vandalismus zum Opfer gefallen ist?

Zunächst gilt: den Schaden durch Fotos dokumentieren und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei erstatten. Dies ist vor allem bei Vandalismusschäden und Brandschäden ab einer gewissen Höhe dringend erforderlich. Danach muss die Versicherung durch eine Schadensmeldung informiert werden.

Wer dann für die entstandenen Schäden aufkommt, hängt von einzelnen Faktoren ab. Im schlimmsten Fall muss der Halter selbst für alles aufkommen, nämlich dann, wenn dieser lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung besitzt.

Je nach Art der Zerstörung zahlt Voll- oder Teilkasko

Ist der Schaden durch Feuer oder Feuerwerkskörper verursacht worden, übernimmt die Teilkaskoversicherung die Reparaturkosten. Auch zerstörte Autoscheiben werden teilweise dadurch abgedeckt. Der eigene Schadenfreiheitsrabatt bleibt aber erhalten.

Anders hingegen bei der Vollkaskoversicherung, denn im Falle von Schäden durch Vandalismus - wie beispielsweise bei aufgeschlitzten Reifen oder abgetretenen Spiegeln - muss der Halter nach der Schadensregulierung mit einer Erhöhung der Versicherungsprämie rechnen.

Kommt es zu einem Totalschaden des Fahrzeugs, erhält der Fahrzeughalter lediglich den Wiederbeschaffungswert - sofern keine andere vertragliche Regelung existiert. Allgemeinhin gilt zudem: Voll- und Teilkaskoversicherungen übernehmen ausschließlich Schäden an fest eingebauten Teilen im Auto, das heißt mobile Navigationssysteme, Handys oder Gepäck sind nicht inbegriffen, Kindersitze hingegen schon.